"Feinstaubplaketten" auch für Fußgänger

Papa Bär
Von Papa Bär am 2. November 2008 - 22:21 Uhr
Veröffentlicht in Events [ROYET]

Gasmaskenigel

Wie schon seit Wochen angekündigt, war es nun endlich soweit … die Royet-Crew war in Berlin.


Donnerstag

Begonnen hat unser Trip mit den denkbar schlimmsten Nachrichten die sich unser einer nur vorstellen kann, “denn das schlimmste ist wenn das Bier alle ist”. Während wir auf der Autobahn kilometerschrubbten, traf uns diese Mitteilung wie ein Schrappnel, wir bangten, beratschlagten, ließen das Taikonautenmobil ne Runde in der Luft hängen und bangten weiter. Doch RalfAtor hatte uns nicht im Stich gelassen, in Werder warteten mehre Kästen Grundnahrungsmittel auf die Rohverspeisung.

Darkroomdisko - 5m²

Darkroomdisko - 1,45m²

Nach einer gediegenen Aufwärmphase mit Cineastischen Meisterwerk aus den Archiven der Jugend wurde die Party auf ein neues Level gehoben in dem wir uns (14 Frauen und Männer) alle in den Darkroom(ca. 5m² 1,45m²) verzogen um ausgelassen “Remidemi” zu machen. Der Rest ist Obligatorisch … TiH schlief auf dem Sofa ein, jeder trank noch das ein oder andere und dem Gastgeber wurde sein Bett streitig gemacht.

Freitag

Nach ausreichend Schlaf(auf vereinzelte Schlafmützen können wir keine Rücksicht nehmen!) nahmen wir unser eigentliches Ziel in Angriff, Berlin. Wir brachten das Fahrkartenautomatensystem vom Werderer Bahnhof zum erliegen und brachten unserer Mitbürger damit um ihre Nerven und ihre Möglichkeit eine Karte zukaufen. Nach einer gemütlichen Fahrt durch Brandenburg, schafften wir es, nach schätzungsweise 3 Minuten selbst in einer Millionenstadt wie Berlin argwöhnisch beäugt zu werden. Da wir, kaum aus dem Zug ausgestiegen schon wieder laut lachend Scherben fabrizierten. Nach Stundenlangem furzen, duschen, Bettrücken und Sardinen essen, zogen wir aus … um eine “Seilziehen”-Tour durch Berlin zumachen.

Sightseeing am Reichstag

Sightseeing am Reichstag

Vom Hauptbahnhof übers Regierungsviertel zum Brandenburger Tor, von da zum Holocaust-Denkmal und “Unter Linden” mal hoch und mal runter, zum Abschluss noch einmal über den Alex. Nach der Vergasung einer unschuldigen Kassiererin ging es ab in die “FritzClubDisco”. Nach Stundenlangen Dancen fuhren wir zurück ins Hotel um noch etwas zu qatschen und zu furzen(oder auch befurzt werden, kommt immer auf die Person drauf an).

Samstag

Unheilvoller Dunst liegt in der Luft … über das Befinden der Reinigungskraft die ohne Sicherheitsausrüstung das Zimmer betrat gibt es immer noch keine Informationen!

Während wir schliefen, schlich sich eine unser Gruppe nicht angehörige Person in unser Domizil und beobachtete unter dem Deckmantel der Zimmerreinigung uns beim Schlafen, doch nicht unbemerkt … The_Pel beobachtete zurück!

Nach den obligatorischen Darmwindentladungen und ewigen Diskussionen entschieden wir uns für kulturelle Input Vermittlung in Form des “Technischen Museums” … von 14 bis 19 Uhr wanderten wir zwischen Zügen, Booten, Flugzeugen und Kameras umher … stundenlanger Wissensdurst wurde nur je beendet durch das reale Aufkommen von Hunger und der Durchsage durch die Museumslautsprecher:”DümDümDüm, Hotschi, Sasa und Macus, bitte runter kommen!”. Schnell stand fest es gibt nur einwas was dagegen helfen kann, ein echter Kreuzberger Döner. Ab in die Bahn und nichts wie hin … ausgestiegen hatten wir auch schon die Auswahl zwischen mindestens 5 Döner-Läden … doch wir wollte einen besonderen, nach Insiderangabe den Besten … 10 Minuten und 25 Dönerpalästen später kamen wir am Ziel an, welches ohne sich bei uns Abzumelden einfach weg war und für eine Pizzeria das Feld geräumt hatte. Naja dann eben weiter, in Kreuzberg so meint man sollte es ja kein Problem sein ein anderes Lokal zu finden(welches genug Platz für 11 MannInnen bietet) … Minuten langes laufen und suchen brachte keinen Erfolg. Das schlussendlich als Dönerbuddedesvertrauens ausgemachte Etablissement entpubbte sich als Pizzeria mit Grillstation =) … Essen war trotzdem sehr lecker!

Der Abend endete im SuperMolly, gemütlich und süffig. TiH schlief mal wieder an den unmöglichsten Plätzen … ich, RalfAtor und Harzy spielten auf dem Klo Security … wir versuchten vergeblich White Russian zu bekommen(gab es leider weder als Getränk noch als Einzelzutaten, da nicht Dienstag war) es spielten wohl auch mehrere Bands Live von denen ich leider nicht viel zu berichten weiß da ich lieber im Sessel chillte.

Sonntag

Nacht war kurz und die Luft war schlecht. Nach Aufräumen(Scheiß Düssis!), stundenlangen Energiesammeln und Diskutieren fuhren wir letztendlich noch zurück nach Werder und schauten uns diese possierliche kleine Idylle mal etwas genauer an. Potokrat kann keinen Kavalierstart … die gefiederten Seebewohner hatten uns sofort genauso lieb wie wir sie auch … Fischfrikadellen sind eklig … Werder braucht einen Grundkurs in Obstbaumbeschnitt … zur Not isst der Teufel auch 3 Stück Schokotorte … Z braucht ein Navi.

Fazit: Also Kinders, ich denke so was können wir gerne öfter machen … es hat Spaß gemacht und ich bestelle mir fürs nächste Mal einfach ein Gasmaske!

Bilder dürfen gerne eingefügt werden und ich wäre für Ergänzung von Zitaten(mir fallen leider gerade keine ein) sehr dankbar!


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12 Kommentare zu „"Feinstaubplaketten" auch für Fußgänger“

  1. --- Z --- sagt:

    Sehr schöne Zusammenfassung. Den roten Faden habe ich erkannt^^

  2. TiH sagt:

    köstlichst! ich hab gelacht und gern erinnert. zitate, naja ich überleg noch mal, gab einige lacher und schmankerl. wie imemr eben.
    nen echt toller trip, der wiederholt werden muss!

  3. Nein! Es waren genau 2,11m²! Aber wenn man noch die Schreibtischfläche von 0,66m² subtrahiert, standen 14 Menschen auf Sage und Schreibe 1,45m²! Weltrekordverdächtig!

  4. The Pulm sagt:

    von mir auchnochmal großes lob für diese passende zusammenfassung unserer klassenfahrt! hat mir persönlich auch wunderbar gefallen! ich hoffe wir können noch öfters solche touren unternehmen!

  5. Mutz sagt:

    *schnief*

  6. hotschi sagt:

    daumen hoch
    und mir tuen die leid die nicht dabei waren
    ihr habt was verpasst

  7. The Pulm sagt:

    ….insbesonders die würzig-knackigen, stehenden Luftsäulen von Z & Co.

  8. the_pel sagt:

    ich wills mal in einer Ebay bewertung zusammenfassen: Schneller Versand, Top Sache, Gerne Wieder

  9. Potokrat sagt:

    Ich möchte an eine Szene in der S-Bahn erinnern.

    Man unterhält sich so gemütlich mit jemandem über Politik, Kultur und Wetter, da dreht sich ein Z mit einem kindlich-schuldigen Blick à la ‘ich hab was angestellt und möchte noch dafür geliebt werden’ zu einem um und sagt: “Ihr werdet mich bestimmt gleich hassen.” Erst sagt man sich: “Aber warum denn? Du bist doch unser Z, unser Augenstern, unser…was zur Hölle, oh mein Gott!” Die Gesichter der eigenen Freunde sind zu hässlichen Fratzen geworden. Fremde um einen herum wälzen sich auf dem Boden mit krampfhaften unmenschlichen unnatürlichen Zuckungen. Was einem dann in die Nase steigt, ist nicht mit Worten irgendeiner auf diesem Planeten gesprochenen Sprache zu beschreiben. Deswegen versuche ich es auf klingonisch: Argorrr back tar rack el dorrr runck schtirrr zuck krrk tack schollorr burokuckorrrgg!
    Ich spüre einen festen Griff am Arm, der mir Schmerzen verursacht während ich selber gegen die drohende Bewusstlosigkeit ankämpfe. Als ich in dem Gedränge ausmachen kann, woher die Hand kommt, hat ihr Druck auch schon nachgelassen. Ich sehe TiH neben mir zusammen brechen, aus seiner Nase ergießt sich noch ein letzter Schwall von Blut, er verleihert die Augen und sein Kopf stürzt mit einem ekelerregenden Knirschen zu Boden. Dann sehe ich Hotschi, der in Panik versucht noch sein letztes Bier zu trinken, sich aber dabei in die Flasche erbricht.
    Während ich auf die Knie sinke und in meinem Mund den Geschmack von verschimmeltem wochenaltem Nudelsalat mit Mayonnaise aus dem Proberaum wiederentdecke, der mich so lange verfolgte, und spüre das mir soeben irgendjemand in den Nacken gekotzt hat, fällt mein Blick auf Z: Er lacht. Herzhaft und schallend laut. So habe ich ihn noch nie erlebt. Vielleicht lag es an der halluzinogenen Wirkung der Mischung aus Sauerstoff und verdautem Tod, aber er hatte einen merkwürdig rotglänzenden Schimmer angenommen, um ihn rum stoben Flammen auf, sein Gesicht hatte jeden seiner sonst liebenswürdigen Züge verloren und war nur noch bösartig. Sein Haar wedelte auf seinem Kopf und verzwirbelte sich selbstständig zu hornähnlichen Gebilden, wobei sein Bart sich in Schlangen verwandelte.
    Ich spürte, wie mir die Lebenskraft schwand. Ich hatte nur noch einen Gedanken: ‘Was ist mit Potokratin? Ich muss zu ihr!’ Ich fand sie ebenfalls auf dem Boden und kroch mit letzter Anstrengung auf sie zu. Ihre Hand suchte die meine. Sie fand sie. Diese Verzweiflung in ihren Augen brach meinen Widerstand. Das konnte ich nicht ertragen. Ich legte mich eng neben sie, unsere Blicke trafen sich ein letztes mal und gemeinsam entschwanden wir.
    Das letzte an das ich mich erinnere, ist Papa Bärs kräftige wikingerähnliche Stimme, die zu mir durch den Nebel drang. Etwas packte mich und zerrte mich und Potokratin hinaus. Dann Stille und tiefste Dunkelheit. Ich war bereit zu gehen.
    Später erfuhr ich, dass Papa Bär die Notbremse zog, die Tür zerschmetterte und uns alle hinaus brachte um uns dann jeden mit einer Infusion seines eigenen Alkoholblutes zurückzuholen.
    Als ich, langsam wieder zu mir kommend, um mich herum blickte, sah ich auch Z am Boden liegen, genauso gezeichnet wie wir alle, nur das er voller eigenem Kot war. Ich hatte mir das vorhin wohl nur eingebildet. Er hat sich selbst fast verabschiedet. Hoffentlich ist es ihm eine Lehre!

  10. Papa Bär sagt:

    Sehr schön zusammen gefasst Potokrat, falls du mal vorhast ein Buch zuschreiben dann findest du in mir deinen Verleger! … So schön hat noch keiner meine Heldentaten geschildert!

  11. TiH sagt:

    fantastisch!
    nur warum zur hölle postest du deine geiloschinski geschichten nicht mal in extraposts!?
    da hätte man dann sicher bald einen schwall an kurzgeschichten den man locker als buch veröffentlichen kann, sollte und muss.
    =)

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